Meine Idee der Selbstfürsorge als Chronisch Nierenkranke mit Zystennieren.

Und nein - Selbstfürsorge heißt für mich nicht nur Auszeiten zu nehmen. Damit habe ich angefangen, weil ich es überall gelesen habe. Auszeit nehmen. Auszeit nehmen. Mittlerweile sehe ich das nicht als das Non-plus-Ultra für mich.

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Mit großer Freude nehme ich an Annas Blogparade zum Thema Selbstfürsorge teil.
Liebe Anna, ich finde es klasse, dass deine Blogparade an Alle gerichtet ist, auch an die, die sich nicht professionell mit dem Thema auseinandersetzen. So wie ich. 
Ich lese auch sehr gerne von Normalos, was sie für ihre Selbstfürsorge tun. Nun hoffe ich, dass die Blogparade wirklich kunterbunt wird.

In meinem Artikel Meine 4 Game Changer erwähne ich vier Säulen, die rückblickend auch gleichzeitig das Fundament meiner Selbstfürsorge bilden.

Meine Selbstfürsorge begann erst so richtig mit meiner Diagnosestellung 2018.

Davor hatte ich ich mich nie explizit mit diesem Wort beschäftigt, weil es einfach kein Thema war. Ich hatte immer grenzenlos Power und war nie wirklich überlastet. Es hat sich alles die Waage gehalten.

Meine Idee der Selbstfürsorge seit Diagnosestellung

Mit Ernährung, Bewegung, Entspannung und positiver Einstellung wappne ich mich für alles was kommen mag.

Warum gerade die vier Säulen? Das erkläre ich dir.

Eine Ernährung, die mich tatsächlich nährt und nicht nur sättigt, mit der ich meinen Körper mit allem versorge, was er braucht, hält mich gesund und widerstandsfähig. Es gibt genügend Studien, die belegen, dass eine nicht angepasste individuelle Ernährung, Mangelerscheinungen hervorbringt, die sich in Depressionen, Gedächtnisschwankungen, übermäßigen Hunger, Energielosigkeit u.v.m.  zeigen. Und nein, du bist nicht nur müde und energielos, weil du überlastet bist. Es kann auch an der für dich nicht richtigen Ernährung liegen. Wir alle verändern uns. Unsere Bedürfnisse verändern sich über die Jahre. Aktive Menschen, chronisch kranke Menschen, gesunde Menschen haben einen unterschiedlichen Nährstoffbedarf. Vielleicht möchtest du dich damit mal selbst näher auseinandersetzen. Es lohnt sich. Du kannst mit deiner Ernährung deinem Körper und deinem Wohlbefinden sehr viel Gutes tun. Bessere Versorgung mit Nährstoffen bedeutet auch, dich nervlich robuster zu machen.  Und ich spreche hier nicht vom Zucker. Der dir ein kurzes High bringt und dich danach wieder ins Loch fallen lässt. Willst du langfristig High sein, kümmere dich um deine Ernährung! Finde das Passende für dich. 

Was hat Ernährung mit Selbstfürsorge zu tun?

Meine Ernährung – Meine Selbstfürsorge- Meine Proaktivität:  Als Zystennieren Patientin, bin ich gefährdet Nierensteine zu bilden. Vieles wusste ich zu Beginn meiner Ernährungsumstellung (Lies hier, warum ich mich Ketogen ernähre) auch nicht. Nach und nach habe ich recherchiert und auch Kurse besucht, um in die richtige Richtung zu gehen.

Ich ernähre mich antientzündlich! Warum? Weil ich so wenig wie möglich stille Entzündungen in meinem Körper befeuern möchte. Stille Entzündungen machen mich anfällig für andere Krankheiten. Ich koche mir täglich frisch. Das genieße ich. Ich nehme mir die Zeit für mich. Das Kochen bereitet mir Freude und ich weiß, was drin steckt. Nur Gutes!

Auch eine Form der Selbstfürsorge: Sich selbst zu versorgen und umsorgen. Das beginnt schon mit dem liebevollen Zubereiten einer eigenen Mahlzeit. 

Ich treibe täglich mit Freude Sport – nach Laune, Zeit und Lust!

Die Säule der Bewegung leichtgemacht. Ich bin täglich bewusst in Bewegung. Anstatt den Aufzug zu nehmen, laufe ich die Treppen. Einen Parkplatz suche ich nie genau vor dem Eingang, bewusst parke ich weiter weg. Ich treibe täglich mit Freude Sport. Insgesamt gibt es nun fünf Sportarten, die ich immer im Wechsel je nach Laune, Zeit und Lust ausübe. YogaflowsKraftsportRadfahren, Mini Trampolin (Bellicon) und seit neustem Tanzen. Yoga entstresst mich, hält mich flexibel und hält meine Organe durch das Dehnen, Strecken, Drehen beweglich. Insbesondere meine Zystennieren und die 2,5 – fach vergrößerte Zystenleber und mein Zwerchfellhochstand, aufgrund der Verwachsungen mit meiner Zystenleber, werden somit nicht starr.  Auch das ist Selbstfürsorge. 

Mit Kraftsport baue ich mir meine Muskeln auf. Das Mini Trampolin brauche ich für mein Ausdauertraining, um mein Herz gesund zu halten.  Radfahren bringt mir große Freude. Die frische Luft , die Landschaft (Schwäbische Alb) lassen mich abschalten. 

Das Tanzen erfüllt mich mit unbändiger Freude. Es macht mich total glücklich. Auch noch Stunden danach. Tanzen setzt etwas frei in mir. 

Auch das ist Selbstfürsorge für mich. 

Wie komme ich in meine Entspannung?

Wann immer ich Ruhe brauche, gönne ich sie mir. Ich musste weg von dem Glaubenssatz: Erst die Arbeit, dann das Vergnügen. Nein, ich möchte meine Auszeiten nicht mehr aufschieben. Ich nehme sie mir einfach.

Ich habe mir in meinem Bullet Journal eine Entspannungs-Wohlfühl-Kollektion angelegt. Da habe ich nach und nach immer alle schönen Situationen oder Erlebnisse notiert, die mich entspannt hatten oder glücklich machten. Jetzt kann ich, wenn ich mir was Gutes tun möchte, oder auch mal traurig oder geknickt bin (und mir in dem Moment nichts einfällt, um dem Gefühl entgegenzuwirken) in meine Liste schauen. Dann erfreue ich mich schon allein daran, dass ich die schönen Dinge erlebt habe und kann dann noch eine Idee raussuchen, die mir hilft, in die Entspannung zu kommen.

Und nein – Selbstfürsorge heißt für mich nicht nur Auszeiten zu nehmen.

Damit habe ich angefangen, weil ich es überall gelesen habe. Auszeit nehmen. Auszeit nehmen. Mittlerweile sehe ich das nicht als das Non-plus-Ultra für mich. Dafür muss ich nicht immer Zeit für mich abzwacken. Ich genieße täglich die mit meiner kleinen Familie.  Davon nähre ich mich. Unsere Hunde bringen mir täglich viel Freude. Auch erfülle  ich mir immer mal wieder Wünsche. Selbstfürsorge bedeutet für mich, meinen ganzen Tag sinnvoll und mit Freude zu nutzen. Das Leben genießen zu können, egal wie Scheiße es drum herum ist. Ich lass mich davon nicht von meinem persönlichen Weg abbringen: Mich bei guter Laune zu halten. Eine positive Einstellung zu behalten. Bin ich guter Dinge, stecke ich andere damit an. Da kann kommen was will: Ob Pandemie, Erkrankung oder Kleinigkeiten. Ich stärke mich täglich mit meinen Säulen. 

 

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7 Kommentare

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  1. Liebe Carmen,
    vielen Dank für dein Einblick in Deine Selbstfürsorge.
    So wie Du mit Dir umgehst werden die Ärzte bestimmt staunen wie gut es Dir geht.
    Du gibst ein super Beispiel für mich.
    Herzliche Grüße
    Inge

  2. Liebe Carmen,

    die Blogparade hat mich zu Deinem schönen Artikel geführt, und ich wollte gerade nur loswerden: Ich finde es so toll, welcher Enthusiasmus aus Deinem Beitrag spricht! Es ist ja schon ein Unterschied, etwas tun zu müssen, weil es vernünftig oder hilfreich ist – oder es auch mit so viel Begeisterung zu tun. Du inspirierst mich total :o)

    Liebe Grüße,
    Steffi

  3. Liebe Carmen,
    auch hier noch einmal: Vielen Dank für deinen Beitrag zur Blogparade. Ich denke, die Selbstfürsorge, die du beschreibst, ist eine, die viele von uns noch lernen dürfen. Denn es ist eben nicht mit Pausen und Auszeiten getan. Es geht darum, sich jeden Tag gut zu behandeln – je nach Lust und Laune, nach Stimmung, nach Möglichkeiten. Wenn es mal ein Schaumbad ist, bitte schön. Aber vielleicht ist es auch „nur“ gut essen und sich Zeit zu nehmen, um sich 10 Minuten in die Sonne zu stellen? Ich glaube, Selbstfürsorge zu leben, wie du es tust, ist das beste, was wir machen können. Danke für deine Gedanken und Erfahrungen.

    Liebe Grüße
    Anna

    • Liebe Anna,
      du schaffst es immer meine Gedanken auf den Punkt zu bringen. 🙂
      „Sich jeden Tag gut zu behandeln!“ Das ist es. Wenn wir genau das leben, dann spielt es keine Rolle, was genau Gutes wir für uns tun.
      Denn wir tun was für uns!
      Danke für deinen Kommentar.

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