KetoCitra – Ernährungstherapie für Zystennieren (PKD) Betroffene

KetoCitra untersützt mich in meinem Lifestyle und ist für mich das ultimative Tool, meinen Weg als Zystennieren Betroffene mit dieser Ernährungsintervention oder besser ausgedrückt, "Ernährungstherapie" zu gehen.

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Heute berichte ich dir über meine Erfahrung mit der Einnahme von KetoCitra. KetoCitra wurde auf der Basis wissenschaftlicher Studien entwickelt. Es ist speziell auf die Bedürfnisse von uns Zystennieren Betroffenen abgestimmt.

Ich nehme es seit Dezember 2021 ein.

Vorgeschichte zu KetoCitra. Was ging dem voraus?

Mit der Veröffentlichung der Studienergebnisse von Thomes Weimbs & Team Ende 2019 aus der Studie: „Ketosis ameliorates renal cyst growth in polycystic kidney disease“ war der Grundstein für die ketogene Ernährung bei Zystennieren gelegt.
Was konnte mit der Studie gezeigt werden? Die Ernährungsinterventionen wie Akutes Fasten, Zeitlich begrenzte Fütterung und Ketogene Ernährung führte in Ratten,-Maus- und Katzenmodellen von PKD zu einer schnellen Verringerung des Zystenvolumens. Zudem hemmte die orale Verabreichung des Ketons BHB (Betahydroxybutyrat) bei Ratten das Fortschreiten der PKD stark. Die Schlussfolgerung war/ist nun, dass mit gezielten Ernährungsinterventionen bei PKD ein neuer therapeutischer Weg zur Behandlung der PKD möglich ist. Ich muss hier betonen, dass gezeigt wurde, dass lediglich mit Ernährungsumstellungen eine positive Auswirkung auf die Zystennieren erreicht werden kann. Das ist eine Sensation. Für mich heißt es nicht mehr abwarten, bis irgendwann evtl. eine Heilungsmöglichkeit kommt oder neue Medikamnte zugelassen werden, sondern ich kann jetzt mit meiner Ernährung tagtäglich meine Prognose positiv beeinflussen. Ich entscheide. Ich habe mein Schicksal in der Hand.

Im November 2021 erschien dann das Paper „Dietary interventions in autosomal dominant polycystic kidney disease“ zu Deutsch: Diätische Interventionen in der ADPKD. In diesem Paper werden bisher stattgefundene Studien und aktuell laufende Studien und deren Ergebnisse zu verschiedenen Ernährungsinterventionen bei ADPKD zusammengefasst. Für dich habe ich die Ergebnisse des Papers in meinem Artikel: „Ernährungsinterventionen bei Zystennieren (ADPKD) – Studienlage 2021“ zusammengefasst und die Erkenntnisse nochmal dargelegt.

Du kannst hier: „Positive Auswirkungen der Ketose auf die Zystennieren (ADPKD)“ nochmal nachlesen, was es für unsere Zystennieren bedeutet, wenn wir in Ketose sind.

Zystennieren & Ketose, was bringt`s?

Die Zysten ernähren sich von Glucose (Zucker). Glucose ensteht aus der Umwandlung von Kohlenhydraten, die über die Ernährung aufgenommen werden. Das heißt, wenn du Kohlenhydrate isst, förderst und unterstützt du das Zystenwachstum. Ernährst du dich hingegen ketogen, dann nimmst du täglich sehr wenig Kohlenhydrate zu dir und entziehst den Zysten ihre Nahrung. Dein Körper befindet sich in Ketose, wenn er statt Glucose, Fettsäuren als Energielieferant nutzt. Das BHB (Ketonkörper) wird in deinem Körper aus den Fettsäuren Abbauprodukten in der Leber, im Darm, den Nieren und dem Gehirn gebildet, sobald er keine Glucose mehr zur Verfügung hat. Unser Körper kann seine Energie über Glucose aber auch aus Fettsäuren beziehen. Beide Stoffwechselprozesse sind physiologisch.

Was genau beinhaltet KetoCitra?

Keto Citra enthält drei Komponenten: BHB (Ketonkörper), Citrate & Elektrolyte (Kalium, Magnesium, Calzium). Mit der Einnahme dieses Exogenen Ketons (exogen deshalb, weil es von außen zugeführt wird) wird dem Körper das BHB zugeführt, ohne dass er es selbst produzieren muss. Das Ziel ist mit KetoCitra den Zustand der Ketose im Körper nachzuahmen. Sowohl das BHB als auch die Salze der Zitronensäure (Citrate) sind alles natürlich im Körper vorkommende Substanzen. Bestimmte Lebensmittel bilden Mikrokristalle aus, die unseren Zystennieren schaden und das Fortschreiten des Zystennierenwachstums beschleunigen können. Aus diesen Mikrokristallen bilden sich Nierensteine, besonders dann, wenn wir nicht genug trinken und der Urin somit hoch konzentriert ist. Zudem ist gerade bei Zystennieren Betroffenen, bedingt durch die Erkrankung, der Citratspiegel niedriger im Vergleich zu gesunden Nieren und wir bilden daher viel schneller Nieresnteine aus. Die Citrate in KetoCitra wirken somit vorbeugend zur Verhinderung von Nierensteinen, indem der ph-Wert im Urin basisch gehalten wird. Also, die perfekte Kombination für unsere Zystennieren. Die sorgfältig ausgewählten Elektrolyte bzw. die Mengen in KetoCitra sind im Austausch mit Nephrologen und Ernährungsberatern, die spezialisiert auf PKD sind, ausgewählt worden. Das Kalium wirkt positiv auf den Bluthochdruck ein und das Magnesium und das Calzium binden Oxalat (kommt in Gemüse und Nüssen vor-> Nierensteinbilder) und Phosphat.

Für wen ist KetoCitra geeignet?

Es wird für Zystennieren Betroffene bei leichten bis mittelschweren Stadien (CKD Stadium 1-3) empfohlen. Thomas Weimbs ließ jedoch durchblicken, dass bereits an einer zweiten Version von KetoCitra für die Betroffenen in fortgeschritteneren CKD Stadien getüftelt wird.

Du musst dich nicht zwingend ketogen ernähren. Um jedoch den größtmöglichen Effekt mit der Einnahme von KetoCitra zu erzielen, ist eine ketogene Ernährung optimal.

Empfohlene Einnahme

Die Einnahme ist simpel: In der ersten Woche mit der halben Dosis beginnen: Zwei Mal am Tag einen Dosierlöffel des Pulvers auf 500 ml Wasser auflösen und jeweils zu den Mahlzeiten trinken. Ab der zweiten Woche wird dann die volle Dosis eingenommen: Zwei Dosierlöffel pro Mahlzeit auf einen halben Liter Wasser zwei mal täglich.

Meine Erfahrung mit KetoCitra
Geschmack

Ich trinke nur Wasser und Kaffee. KetoCitra ist für mich daher eine willkommene Abwechslung. Es ist ein erfrischendes Getränk mit einer gewissen säuerlichen Note. Es schmeckt mir teilweise zu den Mahlzeiten zu süß. Leicht gekühlt schmeckt es mir am Besten.

Verträglichkeit

Ich habe schon jeher einen empfindlichen Magen und Darm. Ich kann nicht alles drunter und drüber essen, wie manch andere. Manche Kombinationen von LM und Getränken machen mir Beschwerden. So ist es mir auch mit Ketocitra ergangen. Ich hatte anfangs leichtes Sodbrennen und musste aufstoßen. Hinzu kamen dann noch leichte Blähungen. Das hat sich nach ca. zwei Wochen gelegt. Habe jetzt keine Beschwerden mehr.

Wirkung

Zu Beginn hatte ich einen trockenen Mund und war durstig. So ging es mir damals als ich mit der ketogenen Ernährung begonnen hatte. Das war für mich der Hinweis, dass die exogenen Ketone wirkten.

Mein durchschnittlicher Blutzuckerspiegel hat sich abgesenkt. Mein konstant gleichbleibendes Energielevel (seit der Umstellung auf Keto) hat sich nicht verändert. Es ist gleich hoch geblieben. Jedoch an Tagen an denen ich weniger Kohlenhydrate esse, merke ich, dass ich hibbelig (das macht die tiefere Ketose) bin. Da muss ich aufpassen, dass ich für mich die richtige Balance zwischen der Menge an Kohlenhydraten und der Dosis KetoCitra finde, die ich zu mir nehme.

pH-Wert des Urins

Der ph-Wert meines Urins ist nun immer im grünen Bereich. Ich messe mit handelsüblichen Urinstreifen. Grüner Bereich ist bei 7/7,5. Früher lag er bei 5/6, also eher im sauren Bereich und ich dachte das sei ok, da es laut dem Streifen in Ordnung war. Für Zystennieren Patienten wird jedoch gerade aufgrund der 20 fach höheren Neigung zur Nierensteinbildung ein basischer Urin empfohlen. Und KetoCitra ist so formuliert, dass es dies mit seinen Citraten unterstützt.

Bei meiner ersten Bestellung von KetoCitra kam ein kostenloser ph Wert Messtreifen mit. Das fand ich klasse. Denn nicht jeder hat Urinstreifen zuhause.

eGFR

Meine Nierenwerte werden vierteljährlich kontrolliert. Im März 2022 hatte ich meinen letzten Kontrolltermin. Meine Nierenleistung hat sich nicht verschlechtert. Sie lag im November 2021 bei 67 und März 2022 bei 80. Selbstverständlich spielen hier noch andere Faktoren in den Wert mit rein und der eGFR unterliegt folglich Schwankungen. Dennoch freue ich mich, dass der Wert sich nicht verschlechtert hat. Ich mache jetzt einfach genauso weiter.

Meine Anwendung

Ich habe es wie auf der Packungbeilage empfohlen, zwei mal täglich zwei Dosierlöffel in einem halben Liter Wasser aufgelöst und zum Essen getrunken. Es wird empfohlen KetoCitra zum Essen zu trinken, damit die Ketone langsam aufgenommen werden und auch die darin enthaltenen Citrate zusammen mit den Mahlzeiten eingenommen werden, um somit Kristallbildungen vorzubeugen. Mittlerweile mische ich mir zwei mal am Tag die selbe Dosis an, aber in jeweils einen Liter Wasser. Ich fange dann zum Essen an zu trinken und trinke dann den Rest gemütlich nach dem Essen weiter. Da ich mich 1. ketogen ernähre und meine eigenen Ketone produziere und 2. zum Essen zusätzlich Citrate als Nahrungsergänzugsmittel einnehme und 3. darauf achte, dass ich wenig nierenstenbildnende Lebensmittel zu mir nehme. Das ist mein aktuelles Vorgehen. Somit bin ich konstant mit Ketonen und Citraten versorgt.

Wie geht’s mir nach über einem halben Jahr mit der Einnahme von Ketocitra?

Ich trinke es regelmäßig zwei Mal am Tag. Hab mich an den Geschmack gewöhnt. Dennoch finde ich es zu manchen Mahlzeiten teilweise zu süß. Gerade bei deftigen Gerichten. Seit 2019 ernähre ich mich ketogen und empfinde natürlich diese Süße des KetoCitra extrem süß. Meinen damaligen Zuckerhunger (Kohlenhydrathunger) habe ich mit Keto überwunden. KetoCitra erinnert mich täglich daran, wie Limo schmeckte. Insofern, wenn ich es mit einem Liter Wasser verdünne, ist es für mich geschmalckich absolut akzeptabel. Ich vertrage es sehr gut und freu mich, dass ich zusätzlich mit KetoCitra meinem Zystennierenwachstum entgegenwirken kann. Zudem sind in KetoCitra letztendlich natürliche Komponenten drin, die unser Körper eh bereits herstellt. Es gibt mir ein sehr gutes und beruhigendes Gefühl KetoCitra zu trinekn. Ich weiß, dass es mir nicht schadet. Keto Citra untersützt mich in meinem Lifestyle und ist für mich das ultimative Tool, meinen Weg als Zystennieren Betroffene mit dieser Ernährungsintervention oder besser ausgedrückt Ernährungstherapie zu gehen.

Meinen Dank möchte ich hier an Dr. Weimbs & sein Forscherteam richten. Und an das ganze Team von Santa Barbara Nutrients. Alle Kundenservice Kontakte sind sehr angenehm. Ich fühle mich als Zystennieren Betroffene gesehen und gehört.  

Quellen:

KetoCitra Q&A Thomas Weimbs, PhD (Hier spricht Thomas Weimbs über KetoCitra. Tipp: Untertitel einschalten und Deutsch auswählen!)

Bezugsquelle von KetoCitra: Santa Barbara Nutrients und Keto Citra.

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